Was ist ein Copilot?
Ein Copilot ist ein AI-Assistent, der in eine bestehende Anwendung eingebettet ist und den Benutzer unterstützt – ohne ihm die Kontrolle wegzunehmen. Der bekannteste ist Microsoft Copilot, der in Word, Excel, Teams und Outlook integriert ist.
Das Konzept: Die AI arbeitet Seite an Seite mit Ihnen. Sie formuliert E-Mail-Entwürfe, fasst Meetings zusammen, erstellt Präsentationen aus Notizen oder analysiert Tabellen – aber Sie entscheiden, was übernommen wird. Ein Copilot ist ein Produktivitätswerkzeug, kein Ersatz für menschliches Urteil.
Was ist ein GPT / Custom GPT?
Ein Custom GPT ist eine massgeschneiderte Version von ChatGPT, die für einen bestimmten Zweck konfiguriert wurde – mit eigenem System Prompt, eigenen Anweisungen, eigenem Wissen und eigenen Tools.
Beispiel: Ein «HR-GPT», das die Personalrichtlinien eines Unternehmens kennt und Mitarbeitenden Fragen zu Ferien, Spesen oder Arbeitsrecht beantwortet. Custom GPTs sind über den GPT Store von OpenAI verfügbar oder können intern für Teams erstellt werden. Sie sind ein einfacher Einstieg in massgeschneiderte AI, haben aber Grenzen bei komplexen Integrationen.
Was ist ein AI-Wrapper?
Ein AI-Wrapper ist eine Anwendung, die ein bestehendes AI-Modell (z. B. GPT-4 oder Claude) als Basis nutzt und darüber eine eigene Oberfläche, zusätzliche Logik oder spezialisierte Funktionen legt.
Viele AI-Startups sind im Kern Wrapper: Sie nutzen die API eines grossen Modells und fügen eine hübsche Benutzeroberfläche, branchenspezifisches Wissen oder Workflow-Automatisierung hinzu. Das ist nicht negativ – der Mehrwert liegt oft in der intelligenten Integration, nicht im Modell selbst. Auch wir bei nuwai bauen auf bestehenden Modellen auf und orchestrieren sie für spezifische Unternehmensbedürfnisse.
Was ist Multimodalität?
Multimodalität bedeutet, dass ein AI-Modell nicht nur mit Text arbeitet, sondern auch mit anderen Datentypen – sogenannten «Modalitäten». Dazu gehören Bilder, Audio, Video und Code.
Moderne Modelle wie GPT-4o oder Gemini sind multimodal: Sie können Bilder beschreiben, Diagramme analysieren, Sprache verstehen und sogar Video-Inhalte interpretieren. Für Unternehmen eröffnet das Möglichkeiten wie automatisierte Dokumentenverarbeitung (Rechnungen scannen), visuelle Qualitätskontrolle oder die Analyse von Kundenvideos.
Was ist Vibecoding?
Vibecoding ist ein informeller Begriff für das Schreiben von Software durch natürliche Sprache statt durch klassischen Code. Man beschreibt in Worten, was die Software tun soll, und die AI generiert den funktionierenden Code.
Der Begriff wurde Anfang 2025 von Andrej Karpathy (Ex-OpenAI, Ex-Tesla) geprägt. Die Idee dahinter: Mit AI-Tools wie Cursor, Claude Code oder GitHub Copilot können auch Nicht-Programmierer funktionierende Prototypen, Websites oder Automatisierungen erstellen. Es geht weniger um technische Perfektion als um schnelle, pragmatische Umsetzung. Für KMUs bedeutet das: Viele einfache Softwareprobleme lassen sich heute schneller und günstiger lösen als je zuvor.
Was ist Cursor / Claude Code?
Cursor und Claude Code sind AI-gestützte Entwicklungswerkzeuge, die Programmierern (und zunehmend auch Nicht-Programmierern) helfen, Software schneller zu schreiben.
- Cursor ist ein Code-Editor mit tief integrierter AI. Man kann in natürlicher Sprache beschreiben, was man bauen will, und der Editor generiert, erklärt und überarbeitet Code in Echtzeit.
- Claude Code ist ein Kommandozeilen-Tool von Anthropic, das ganze Coding-Aufgaben eigenständig übernehmen kann – inklusive Dateistruktur, Fehlerbehebung und Refactoring.
Beide Tools sind Kernwerkzeuge im modernen AI-gestützten Softwareentwicklungsprozess.
Kennenlernen lohnt sich.
60 Minuten reichen, um zu verstehen, ob und wie AI in Ihrem Betrieb Sinn macht.